Betriebliche Gesundheitsförderung: Digitale Gesundheitsangebote als Wettbewerbsvorteil im Recruiting

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Mit dem sich verändernden Arbeitsmarkt verändern sich auch Ansprüche von Arbeitnehmer:innen an Arbeitgeber:innen. Die Erwartungen an moderne Arbeitsbedingungen steigen und Arbeitgeber:innen werden stärker danach bewertet, wie sehr sie sich für die Arbeitnehmer:innen einsetzen. Viele Mitarbeiter:innen fragen sich: Welche Corporate Benefits gibt es für mich? Gibt es eine betriebliche Altersvorsorge? So werden Corporate Benefits mehr und mehr zu einem wichtigen Teil der Arbeitgeberidentität und relevant für jede Employer-Branding-Strategie. Digitale Gesundheitsangebote als Maßnahme zur betrieblichen Gesundheitsförderung gewinnen zunehmend an Bedeutung und können für den entscheidenden Vorteil im Recruiting sorgen.  

Warum viele klassische Benefits oftmals nicht wirken 

Viele der klassischen Corporate Benefits bieten im Markt leider keine echte Differenzierung mehr. Der wöchentlich in der Kaffeeküche bereitgestellte Obstkorb ist sogar schon eine Art „Running Gag“ geworden, der als vermeintlicher Top-Benefit vom Mangel echter Benefits in der Stellenausschreibung ablenken soll. Doch auch viele weitere Angebote, wie Rabattprogramme oder Fitnessstudio-Zuschüsse, bleiben im Alltag oft ungenutzt – wenn sie im Alltag von Arbeitnehmer:innen keine Relevanz haben.  

Denn ein Corporate Benefit bietet erst dann echten Mehrwert, wenn er konkrete Alltagserleichterung bietet und Mitarbeiter:innen unterstützt. Erst dann werden sie auch zu einem Zugpferd für die Employer-Branding-Strategie. 

Gesundheit wird zunehmend Teil moderner Arbeitgeberkultur – die Chance zur Positionierung 

Die moderne Arbeitswelt rückt besonders die mentale Gesundheit stärker in den Fokus: Mentale Belastung, Stress und Erschöpfung sind keine Randerscheinungen mehr; die Zahl der Burn-out-Erkrankten steigt stetig an. Besonders jüngere Kandidat:innen achten bei der Jobwahl verstärkt darauf, welche Reputation Arbeitgeber:innen hinsichtlich der Themen wie Work-Life-Balance oder anderer Gesundheitsthemen haben. 

Die Haltung als Arbeitgeber:in gegenüber Themen wie mentaler Belastung, Stress und Erschöpfung wird also schnell zu einem Hebel für mein Image. Unterstütze ich meine Mitarbeiter:innen in schweren Zeiten, wirkt dies emotional wie kulturell und zahlt dauerhaft auf meine Reputation im Employer-Branding-Bereich ein. Mit dem Angebot von betrieblicher Gesundheitsförderung positioniere ich mich als Arbeitgeber:in mit Verantwortungsbewusstsein und Mitarbeiterorientierung.

Darüber hinaus fördere ich mit dem Angebot betrieblicher Gesundheitsförderung nicht nur den Erfolg meiner Recruiting-Maßnahmen, sondern investiere auch in eine langfristige Mitarbeiterbindung. Diese steigern direkt die Zufriedenheit und Loyalität meiner Mitarbeiter:innen und sorgen somit für eine geringere Fluktuation und größere Identifikation mit dem Arbeitgeber. Es entsteht also ein langfristiger positiver Effekt und das auch über den Bewerbungsprozess hinaus.  

Doch auch neben der Employer-Branding-Perspektive kann das Angebot einer betrieblichen Gesundheitsförderung einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten: Investiere ich in die Gesundheit meiner Mitarbeiter:innen, vermeide ich Ausfälle und lange Krankheitszeiten.  

Das Potenzial digitaler Gesundheitsangebote – Unmittelbare Unterstützung im Alltag 

Kombiniert man betriebliche Gesundheitsförderung mit moderner Telemedizin, lassen sich alle Vorteile solcher Programme mit schneller Verfügbarkeit und ortsunabhängigem Zugang kombinieren. Digitale Gesundheitsangebote lassen sich so für meine Mitarbeiter:innen mit geringen Hürden flexibel nutzen und sich einfach in den Arbeitsalltag integrieren. Digitale Gesundheitsangebote legen so den Fokus auf die Alltagstauglichkeit von Gesundheitsmanagement.  

Welche digitalen Gesundheitsangebote Mitarbeiter:innen wirklich schätzen 

Für meine Mitarbeitenden sind besonders digitale Gesundheitsangebote relevant, die einen direkten und langfristigen Mehrwert im Leben schaffen. Dies kann zum Beispiel bedeuten, dass meine Mitarbeiter:innen im Umgang mit einer chronischen Erkrankung wie Diabetes oder Herzinsuffizienz begleitet werden oder ein Coaching hinsichtlich Stressmanagements erhalten können.  

Andere telemedizinische Angebote können jedoch auch schon vor der Verschlechterung des Gesundheitszustandes ansetzen: Mit digitalen Gesundheitsangeboten können auch Raucherentwöhnung und Ernährungsberatung niederschwellig angeboten werden, um bereits heute in die Mitarbeitergesundheit von morgen zu investieren.  

Worauf Unternehmen bei der Gestaltung von digitalen Gesundheitsangeboten achten sollten 

Bei der Auswahl und Gestaltung digitaler Gesundheitsangebote ist es wichtig, auf die direkte Nutzbarkeit im Alltag zu achten. Hier gilt: je niederschwelliger, desto besser. Denn umso einfacher sich die Angebote in den Alltag integrieren lassen, desto mehr Mitarbeiter:innen werden diese in Anspruch nehmen. Das bedeutet für mich operativ – Mitarbeiter:innen sollten sich unkompliziert anmelden können und bestärkt werden, die Teilnahme nicht nur in den Alltag einzubeziehen, sondern auch zu priorisieren. Denn wie schon beschrieben, zahlt ein Corporate Benefit nur auf meine Employer-Branding-Strategie ein, wenn dieser auch in Anspruch genommen wird.  

Fazit: Gesundheitsangebote werden Teil moderner Arbeitgeberattraktivität 

Mehr Transparenz im Arbeitsmarkt sorgt dafür, dass relevante Corporate Benefits an Bedeutung gewinnen. Relevant ist ein Corporate Benefit dann, wenn er wirkliche Mehrwerte für meine Arbeitnehmer:innen im Alltag schafft. Digitale Gesundheitsangebote können genau dies bewirken, da sie sowohl niederschwellig als auch inhaltlich facettenreich sind. So entsteht für Mitarbeiter:innen Alltagserleichterung, konkrete Unterstützung.  

Für Arbeitgeber:innen ist beriebliche Gesundheitsförderung eine Chance, die Reputation als Arbeitgeber:in zu verbessern und HR-KPIs langfristig positiv zu beeinflussen. Betriebliche Gesundheitsförderung ist also ein Investment in eine moderne und glaubwürdige Employer-Branding-Strategie.